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Ein orthopädischer Bürostuhl für gesundes Sitzen

Ein orthopädischer Bürostuhl entlastet Rücken, Schultern und Nacken gleichermaßen. Wir beraten Sie persönlich und stellen den Stuhl für Sie ein.

Ergonomie, die den Unterschied macht

Wer täglich mehrere Stunden am Schreibtisch arbeitet, merkt das im Rücken. Langes Sitzen belastet die Wirbelsäule, die Bandscheiben und die Hüftgelenke, und der Körper sinkt häufig in eine krumme Sitzhaltung. Ein orthopädischer Bürostuhl nimmt Druck von den empfindlichen Bereichen, hält den Körper in Bewegung und lässt sich so einstellen, dass Ihre natürliche Haltung erhalten bleibt.

Gesundes Sitzen beginnt mit der richtigen Beratung - KI-generiertes Bild

Wir finden den passenden Stuhl für gesundes Sitzen

Wo ein normaler Bürostuhl aufhört, beginnt unser Sortiment. Seit über 95 Jahren erklären wir, wie ein orthopädischer Bürostuhl gesundes Sitzen unterstützen kann, und stellen ihn beim Probesitzen auf Ihren Körper ein.

Orthopädische Stühle für gesundes Sitzen am Arbeitsplatz

Unsere orthopädischen Bürostühle sind für Menschen gedacht, bei denen ein herkömmlicher Bürostuhl nicht mehr ausreicht: bei eingeschränkter Beweglichkeit von Hüfte und Knie, bei Beschwerden am Steißbein, bei Druckempfindlichkeit im Sitzbereich. Dazu kommen Sitzpolster für sehr unterschiedliche Bedürfnisse. Sehen Sie sich die Modelle an und sprechen Sie uns an, wenn Sie unsicher sind.

Löffler + Arthrodesenstuhl

Entlastung bei Versteifung und Amputation

Löffler + Arthrodesenstuhl

Wenn sich Hüfte oder Knie nicht mehr beugen lassen, teilt dieser Stuhl die Sitzfläche – jedes Bein bekommt den Winkel, den es braucht.

  • Geteilte Sitzflächenhälften, jede Hälfte einzeln neigbar bis 30°
  • Rückenlehne achtfach höhenverstellbar – die Lehne trifft den Rücken dort, wo er Halt braucht
  • Weiche Rollen für unterschiedliche Bodenbeläge

Eingesetzt wird der Stuhl bei Arthrodesen sowie bei Amputationen und Versteifungen der unteren Extremitäten.

Gezielte Entlastung im Steißbeinbereich

Löffler + Steißbein-Entlastungssitz

Wer dem Druck am Steißbein ausweicht, sitzt schief. Dieser Sitz nimmt den Druck dort weg, wo er entsteht.

  • Aussparung im hinteren Sitzpolster entlastet den Steißbeinbereich
  • Angenehmes Arbeiten ohne Druckschmerz im unteren Rücken
  • Stoffüberzug führt über die Aussparung – von außen ist die Sitzlösung nicht zu erkennen

Geeignet für Menschen mit Steißbeinbeschwerden, die viele Stunden am Schreibtisch verbringen.

Orthopädische Bürostühle sorgen für gesundes Sitzen und geben Ihnen Stabilität bei eingeschränkter Beweglichkeit.
Detailaufnahme einer Matratzenstruktur mit Taschenfedern und Stoffbezug, ergonomische Polsterung als Inspiration für Orthopädische Bürostühle und komfortables Sitzen

Druckentlastender Sitzkomfort

Spezialpolster Taschenfederkern

Ein Polster, das überall gleich nachgibt, stützt nirgends richtig. Der Taschenfederkern gibt nur dort nach, wo Gewicht liegt.

  • Punktelastische Federung für gleichmäßigen Sitzkomfort
  • Angenehm auch bei langen Sitzzeiten im Beruf und im Alltag
  • Belastbarer Aufbau, der seine Form über Jahre hält

Für welche Stühle wir dieses Polster anbieten, klären wir mit Ihnen im Beratungsgespräch.

Memory-Polster für Druckentlastung

Viskoelastischer Schaum

Der Schaum reagiert auf Körperwärme und Gewicht: Er formt eine Mulde, die zu Ihnen passt, und verteilt den Druck auf mehr Fläche.

  • Passt sich der Körperform an, statt eine Form vorzugeben
  • Mindert punktuelle Druckbelastung beim Langzeitsitzen
  • Kehrt nach dem Aufstehen in die Ausgangsform zurück

Das Sitzgefühl ist weicher, weil der Schaum Gegendruck abbaut und so zu einer entspannten Muskulatur beiträgt. Ob weich oder fest für Sie angenehm ist, merken Sie am besten im direkten Vergleich.

Hand drückt weichen Schaumstoff und hinterlässt Abdruck, ergonomische Anpassung zeigt Komfortprinzip für Orthopädische Bürostühle und gesundes Sitzen im Alltag
Mehrschichtiger Gel-Schaum mit Wabenstruktur, flexible Polsterung für Druckentlastung, innovative Materiallösung für Orthopädische Bürostühle und ergonomischen Sitzkomfort

Für besondere Pflegebedürfnisse

Anti-Dekubitus-Sitzpolster

Wer die Position kaum wechseln kann, braucht gleichmäßige Druckverteilung. Dieses Polster beugt Druckstellen vor, bevor sie entstehen.

  • Wabenstruktur verteilt den Druck über die gesamte Sitzfläche
  • Bleibt bei unterschiedlichen Körpergewichten formstabil
  • Hochwertige Materialien halten Verformung und Materialermüdung stand

Ein Thema, bei dem Erfahrung zählt: Sprechen Sie uns an, bevor Druckstellen entstehen.

Wir helfen weiter

Sie haben weitere Fragen oder benötigen persönliche Unterstützung? Wir helfen Ihnen gerne weiter und beraten Sie individuell zu Ihren Anliegen. Kontaktieren Sie uns einfach direkt.

Ansprechpartner - Christoph Gehm

Christoph Gehm

Inhaber und Geschäftsführer

Was versteht man unter einem orthopädischen Bürostuhl?

Ein orthopädischer Bürostuhl ist ein Bürostuhl, der über die üblichen ergonomischen Grundfunktionen hinaus auf eine konkrete körperliche Einschränkung ausgelegt ist. Der Unterschied liegt in der Zielsetzung: Ein ergonomischer Bürostuhl soll gesundes Sitzen für möglichst viele Menschen ermöglichen. Ein orthopädischer Stuhl soll eine bestimmte Belastung nehmen – etwa an der Hüfte, am Knie, am Steißbein oder im Lendenbereich.

Anders als ein rein ergonomischer Schreibtischstuhl berücksichtigt er medizinische Anforderungen. Technisch zeigt sich das an Bauteilen, die normale Modelle nicht haben: geteilte Sitzflächen, die sich einzeln neigen lassen, Aussparungen in der Polsterung, besonders weit verstellbare Lehnen oder Sitzflächen, die in Breite und Tiefe angepasst werden können. Weil der Begriff fachlich nicht geschützt ist, lohnt es sich, genau hinzusehen, welche Einstellmöglichkeiten ein Stuhl tatsächlich mitbringt.

Für wen eignen sich orthopädische Bürostühle, und wann reicht ein normaler Bürostuhl?

Für alle, bei denen langes Sitzen zur Belastung wird und ein normaler Schreibtischstuhl das nicht mehr auffängt. In der Praxis sind das primär drei Gruppen.

  • Wenn der Rücken dauerhaft Beschwerden macht: Wiederkehrende Rückenschmerzen im unteren Rücken, Verspannungen im Bereich Schultern und Nacken, Bandscheibenvorfälle in der Vorgeschichte. Hier zählt vorrangig, dass der Stuhl Bewegung zulässt und die Muskulatur entlastet.
  • Wenn Gelenke nicht mehr mitmachen: Nach einer Operation an Hüfte oder Knie, bei Gelenkversteifungen, bei Amputationen der unteren Extremitäten. In diesen Fällen geht es nicht um Komfort, sondern darum, überhaupt eine schmerzfreie Sitzposition zu finden.
  • Wenn schon leichter Druck wehtut: Bei Beschwerden am Steißbein, nach Verletzungen oder wenn die Position über Stunden kaum gewechselt werden kann. Hier entscheidet die Polsterung mehr als die Mechanik.

Dazu kommen Angehörige, Pflegedienste und Einrichtungen, die den Stuhl für jemand anderen aussuchen. Für sie sind einfache Bedienbarkeit und geprüfte Qualität meist wichtiger als die Zahl der Funktionen. Trifft keiner dieser Punkte zu, reicht ein normaler Bürostuhl – vorausgesetzt, er ist richtig eingestellt.

Was bedeutet Ergonomie beim Sitzen – und was ist ein ergonomischer Bürostuhl?

Ergonomie meint die Anpassung der Arbeitsmittel an den Menschen – nicht umgekehrt. Am Arbeitsplatz heißt das: Tischhöhe, Stuhl und Bildschirm richten sich nach Ihrem Körper, nicht nach dem Katalog. Für das Sitzen folgt daraus eine einfache Regel: Der Stuhl soll Ihre Haltung zulassen und nicht erzwingen. Ein ergonomischer Bürostuhl ist entsprechend ein Stuhl, der diese Anpassung möglich macht – verstellbar in Höhe, Sitztiefe und Lehne. Wo diese Anpassung an Grenzen stößt, weil eine körperliche Einschränkung im Weg ist, beginnt der orthopädische Bereich und damit unser Sortiment.

Reicht ein ergonomischer Bürostuhl bei Rückenschmerzen?

Ob ein ergonomischer Stuhl ausreicht? Das hängt davon ab, woher die Schmerzen kommen. Entstehen sie durch das Sitzen selbst, liegt die Ursache häufig in der Einstellung: Ein ergonomischer Bürostuhl entlastet nur dann, wenn Sitzhöhe, Sitztiefe und Lehne wirklich auf Sie abgestimmt sind. Genau das prüfen wir zuerst, bevor über ein anderes Modell gesprochen wird. Bleiben die Schmerzen trotz sauberer Einstellung, oder liegt eine Diagnose wie ein Bandscheibenvorfall oder eine Gelenkversteifung vor, reicht die Grundausstattung nicht mehr aus – dann ist ein orthopädisches Modell der nächste Schritt. Diese Unterscheidung treffen wir im Gespräch und nicht über ein Formular.

Orthopädischer Bürostuhl vs. ergonomischer Bürostuhl

Die beiden Begriffe werden häufig gleichbedeutend verwendet, meinen aber nicht dasselbe. Ergonomie beschreibt die Anpassung der Arbeitsmittel an den Menschen – ein ergonomischer Stuhl folgt dem Durchschnitt, ein orthopädischer der Ausnahme.

  • Ein ergonomischer Bürostuhl ist auf die arbeitswissenschaftlichen Grundregeln des Sitzens ausgelegt und soll möglichst vielen Menschen eine gesunde Sitzposition ermöglichen. Er bringt in der Regel eine Sitzfläche mit, die höhenverstellbar ist, eine in Höhe und Neigung anpassbare Rückenlehne, verstellbare Armlehnen und eine Mechanik, die Bewegung zulässt – ausgelegt auf einen Körper ohne besondere Einschränkung. Damit ist der normale Büroalltag abgedeckt. Auf dieser Seite geht es um die Fälle, in denen das nicht genügt.
  • Ein orthopädischer Bürostuhl setzt dort an, wo diese Grundausstattung nicht ausreicht. Er hat Bauteile, die ein ergonomischer Stuhl nicht benötigt: Sitzflächen, die sich in zwei Hälften teilen und einzeln neigen lassen, Aussparungen in der Polsterung, Verstellbereiche, die weiter und feiner reichen und oft stufenlos einstellbar sind. Solche Merkmale ergeben nur dann Sinn, wenn medizinische Gründe dafür sprechen.

Der passende Stuhl für Sie

Ein ergonomischer Bürostuhl löst das oft schon, wenn Sitzhöhe, Sitztiefe und Lehne wirklich passen – er kann eine gesunde Haltung ermöglichen, aber keine fehlende Beweglichkeit ersetzen. Sind die Beschwerden schon vorher da und das Sitzen verschärft sie, etwa bei einer Versteifung, einer Amputation oder Beschwerden am Steißbein, hilft auch die beste Einstellung nicht weiter: Dann fehlen dem Stuhl die Bauteile. Genau dafür sind die Modelle gebaut, die wir anbieten.

Ein Punkt wird dabei oft übersehen: Ein orthopädischer Stuhl wird individuell eingestellt, nicht einfach gekauft. Wer ihn ohne Anpassung an die eigene Körpergröße nutzt, verschenkt den größten Teil des Nutzens. Und weil der Begriff „orthopädisch“ fachlich nicht geschützt ist, lohnt der genaue Blick darauf, welche Einstellmöglichkeiten ein Stuhl tatsächlich mitbringt. Wir helfen Ihnen dabei, das einzuordnen.

Welche Vorteile bietet ein orthopädischer Bürostuhl?

Der wichtigste Nutzen ist Entlastung: Druck verteilt sich, statt punktuell zu wirken, und die Wirbelsäule bleibt in ihrer Form. Daraus folgt der zweite Nutzen – wer schmerzfrei sitzt, arbeitet konzentrierter und hält den Arbeitstag besser durch.

Warum Bewegung mehr bringt als Stillhalten

Aktives Sitzen heißt nichts anderes, als sich über den Tag immer wieder ein wenig anders hinzusetzen. Viele kleine Wechsel statt einer perfekten Haltung über acht Stunden machen den Unterschied. Dabei geht es nicht darum, sich das bewusst vorzunehmen, sondern sich auf einen Stuhl zu setzen, der diese bewegte Sitzweise auch zulässt. Wer Schmerzen hat, wechselt die Position ohnehin ständig. Dann entscheidet der Stuhl, ob das leicht geht. Ein einfacher Schreibtischstuhl hält Sie eher fest, ein orthopädischer Bürostuhl, der auf Ihren Körper eingestellt ist, „bewegt“ sich mit.

Wann sich der Unterschied zeigt

Selten am ersten Tag. Er zeigt sich nach einigen Wochen – an einem entlasteten unteren Rücken, an weniger Verspannungen im Nacken und daran, dass der Nachmittag am Arbeitsplatz wieder zu schaffen ist.

Der dritte Nutzen ist der am wenigsten sichtbare: Fehlhaltungen, die sich über lange Zeit aufbauen, entstehen gar nicht erst. Für die Gesundheit des Rückens ist das der größte Effekt – auch wenn er sich nicht sofort zeigt. Wer täglich acht Stunden sitzt, verbringt mehr Zeit auf dem Bürostuhl als im Bett; entsprechend wirkt sich seine Qualität auf die Gesundheit aus.

Wie unterstützt ein orthopädischer Bürostuhl bei Rückenproblemen?

Rückenprobleme im Büro entstehen meist aus drei Ursachen: einseitige Belastung, zu wenig Bewegung und ein Stuhl, der nicht zum Körper passt. Ein orthopädischer Bürostuhl greift an allen drei Punkten an.

Warum Sitzen den Rücken überhaupt belastet

Sitzen gilt als Erholung, ist für den Körper aber Arbeit. Der Grund liegt im Becken. Im Stehen richtet es sich von selbst auf, und die Lendenwirbelsäule behält ihre leichte Krümmung nach vorn – in dieser Form trägt sie am besten. Sobald Sie sich hinsetzen, kippt das Becken nach hinten, die Krümmung flacht ab, und die Bandscheiben tragen in dieser Sitzposition mehr Last als im Stehen. Wer lange so bleibt, merkt das zuerst als Steifheit beim Aufstehen, später als Rückenschmerzen im unteren Rücken.

Die Einstellung nimmt die einseitige Belastung

Genau hier setzt die Einstellung an, und sie beginnt beim Becken. Steht die Sitzhöhe richtig – Füße flach am Boden, Knie etwa auf Hüfthöhe –, kippt das Becken nicht nach hinten, und die Wirbelsäule behält ihre Form. Sitzt die Lordosenstütze dann auf der richtigen Höhe, füllt sie die Lücke im Lendenbereich aus und stützt ihn, statt ihn nach vorn zu drücken. Und liegen die Arme auf den Armlehnen, nehmen diese ihr Gewicht auf – Gewicht, das sonst an Schultern und Nacken hängt.

Die zweite Ursache ist der Bewegungsmangel, und sie hat einen anatomischen Grund: Bandscheiben haben keine eigene Blutversorgung. Sie werden über Lastwechsel versorgt – sie nehmen Flüssigkeit auf, wenn der Druck nachlässt, und geben sie ab, wenn er steigt. Bleibt die Sitzhaltung über Stunden gleich, fällt dieser Wechsel aus.

Gleichzeitig verkürzt die Hüftbeugemuskulatur, und die Muskulatur im Rücken baut ab, weil die Lehne ihre Arbeit übernimmt. Dynamisches Sitzen ist die Antwort darauf: Die Rückenlehne folgt dem Oberkörper, die Sitzfläche geht mit, und aus jeder Bewegung wird ein Lastwechsel. Dieses dynamische Mitgehen fördert die Durchblutung und macht aktives Sitzen erst möglich. Starres Sitzen über Stunden ist für den Rücken deshalb schädlicher als jede einzelne Haltung.

Auf die Anpassung kommt es an

Bleibt die dritte Ursache: Kein Stuhl passt von sich aus zu jedem Körper, man muss ihn anpassen. Zwei Menschen mit gleicher Körpergröße brauchen unterschiedliche Sitztiefen, weil ihre Beinlängen sich unterscheiden. Deshalb ist die Einstellung entscheidend, nicht die Ausstattungsliste. Eine rückenschonende Sitzhaltung ist immer das Ergebnis von beidem: passendem Stuhl und richtiger Einstellung.

Unterstützen orthopädische Stühle auch bei unterschiedlichen Krankheitsbildern?

Ja, und bei manchen Krankheitsbildern ist ein orthopädischer Bürostuhl die Voraussetzung dafür, dass Arbeiten im Sitzen überhaupt möglich bleibt. Kommt eine körperliche Einschränkung zum langen Sitzen dazu, verschärft sich das Bild: Wer wegen Schmerzen eine Schonhaltung einnimmt, belastet andere Bereiche stärker – aus einem Knieproblem wird über Monate ein Rückenproblem. Ein passender Stuhl soll diese Kette unterbrechen, bevor sie in Gang kommt.

Bei Gelenkversteifungen an Hüfte oder Knie (Arthrodesen) muss das betroffene Bein in einem festen Winkel bleiben. Möglich wird das durch eine geteilte Sitzfläche, deren Hälften sich einzeln neigen lassen. Dasselbe Prinzip gilt bei Amputationen und Versteifungen der unteren Extremitäten.

Weitere Beschwerdebilder im Büroalltag

Bei Beschwerden am Steißbein und Kreuzbein hilft eine Aussparung im hinteren Bereich der Polsterung, weil sie die druckempfindliche Stelle frei lässt. Bei Arthritis und Arthrose kommt es auf weiche Bewegungsübergänge und leichte Verstellbarkeit an, weil kraftvolles Bedienen schmerzt. Bei neurologischen Erkrankungen wie Parkinson oder Multipler Sklerose stehen eine stabile Konstruktion und sicheres Aufstehen im Vordergrund.

Welche Lösung im Einzelfall trägt, lässt sich nicht am Krankheitsbild allein entscheiden – zwei Menschen mit derselben Diagnose sitzen oft völlig unterschiedlich. Genau deshalb sprechen wir mit Ihnen, bevor wir ein Modell empfehlen.

Worauf sollte ich beim Kauf eines orthopädischen Stuhls achten?

Prüfen Sie zuerst den Verstellbereich, nicht die Zahl der Funktionen. Ein orthopädischer Bürostuhl ist mehr als ein bequemer Stuhl. Er soll eine bestimmte Belastung nehmen, und dafür benötigt er Einstellmöglichkeiten, die über die eines normalen Schreibtischstuhls hinausgehen. Diese allgemeinen Kriterien können bei der Auswahl relevant sein:

  • Sitzhöhe: Stehen die Füße flach am Boden und liegen die Knie etwa auf Höhe der Hüfte, steht das Becken richtig. Erst dann kann die Wirbelsäule ihre natürliche Form halten.
  • Sitztiefe: Die Oberschenkel sollen aufliegen, ohne dass in der Kniekehle Druck entsteht. Die passende Tiefe richtet sich nach der Beinlänge, nicht nach der Körpergröße allein. Eine einstellbare Sitztiefe ist deshalb bei sehr großen und sehr kleinen Menschen fast unverzichtbar.
  • Sitzneigung: Eine leicht nach vorn geneigte Sitzfläche öffnet den Hüftwinkel und fördert eine aufrechte Haltung. Besonders bei steifer Hüfte macht das den Unterschied. Hochwertige Modelle lassen sich hier stufenlos verstellen.
  • Rückenlehne: Die Lehne stützt dort, wo der Rücken nach innen schwingt. Ist sie in der Höhe verstellbar, trifft dieser Punkt auch bei ungewöhnlichen Körperproportionen.
  • Lordosenstütze: Eine einstellbare oder integrierte Lordosenstütze stabilisiert den Lendenbereich gezielt. Sitzt sie zu hoch, drückt sie; sitzt sie optimal, merkt man sie nach kurzer Zeit nicht mehr.
  • Armlehnen: Liegt der Arm auf, nimmt die Lehne sein Gewicht ab. Das entlastet Schultern und Nacken merklich, wenn Höhe und Breite zur Tischkante passen. Sinnvoll sind Armlehnen, die in Höhe, Breite und Winkel anpassbar sind.
  • Kopfstütze: Eine Kopfstütze ist primär dort sinnvoll, wo im Sitzen zurückgelehnt gearbeitet oder pausiert wird – etwa bei Nackenbeschwerden oder eingeschränkter Kopfkontrolle.

Was das Polster über den Tag ausmacht

Wo ein ergonomischer Bürostuhl an seine Grenzen kommt, entscheidet oft das Polster: Auch eine gut eingestellte Sitzfläche bleibt unbequem, wenn sie nicht zu besonders druckempfindlichen Bereichen passt. Eine komfortable Sitzposition entsteht erst aus beidem, weshalb wir Stuhl und Polster als eine Entscheidung behandeln und nicht als zwei.

Menschen empfinden Druck sehr unterschiedlich, und hier hilft nur Ausprobieren. Achten Sie darauf, wie sich das Polster nach zwanzig Minuten anfühlt, nicht nach zwanzig Sekunden. Ein atmungsaktiver Stoff verhindert außerdem, dass die Sitzfläche über Stunden warm wird; der Stoff entscheidet auch darüber, wie leicht sich Kleidung auf dem Polster verschiebt.

Langlebige Bezüge, eine stabile Konstruktion und robuste, weiche Rollen, die nicht über Fugen springen, entscheiden darüber, ob ein Stuhl nach wenigen Jahren ersetzt werden muss oder über Jahrzehnte hält. Ein Bürostuhl, der täglich acht Stunden getragen wird, muss belastbar sein – ein Stuhl mit wenigen, aber weitreichenden Einstellungen ist besser als einer, der mit vielen Hebeln ausgestattet ist, die alle zu kurz greifen.

Warum die Mechanik den Unterschied macht

Eine dynamische Synchron- oder Neigemechanik macht aus starrem Sitzen ein dynamisches Sitzen – der Stuhl folgt Ihnen, statt Sie festzuhalten. Wie weit sich Sitzhöhe, Lehne und Sitzfläche maximal verstellen lassen, unterscheidet sich von Modell zu Modell erheblich. Lassen Sie sich deshalb Zeit für ein Probesitzen: Welche dieser Merkmale für Ihre Situation wirklich zählen, zeigt sich im Sitzen und nicht auf dem Papier. Ein Datenblatt ersetzt kein Probesitzen.

Woran erkenne ich beim Sitzen, dass der Bürostuhl passt?

Daran, dass Sie ihn nach zwei Stunden vergessen haben. Ein passender Bürostuhl fällt nicht auf – er drückt nirgends, zwingt zu keiner Ausweichhaltung und lässt Sie am Nachmittag genauso sitzen wie am Morgen.

Vier Punkte, an denen Sie gutes Sitzen erkennen

Die Füße stehen flach am Boden. Zwischen Kniekehle und Sitzkante bleiben zwei bis drei Fingerbreit Platz. Die Rückenlehne stützt dort, wo der Rücken nach innen schwingt. Und die Armlehnen sind so hoch, dass die Schultern in einer entspannten Position bleiben.

Warum das erste Gefühl täuscht

Ein Stuhl, der sich in den ersten Minuten weich und bequem anfühlt, gibt nach zwei Stunden manchmal zu wenig Halt – und umgekehrt wirkt ein Stuhl mit klarer Stützung anfangs oft ungewohnt streng. Die zweite Sitzprobe ist deshalb aussagekräftiger als die erste. Wenn einer der vier Punkte nicht stimmt, liegt es oft an der Einstellung und nicht am Bürostuhl.

Bringen Sie uns beides mit: Ihre Beschwerden und Ihren Arbeitsplatz. Dann finden wir gemeinsam heraus, welches Modell zu Ihnen passt – und stellen es so ein, dass es auch dabei bleibt.

Wie läuft die Beratung ab, und kann ich vorher probesitzen?

Ein kurzes Gespräch über Ihre Beschwerden bringt mehr als eine lange Merkmalsliste – und es zeigt, welche Modelle sich überhaupt an Ihre Maße anpassen lassen. Wir sprechen deshalb zuerst über Ihre Beschwerden und Ihren Arbeitsplatz, wählen dann gemeinsam die Modelle aus, die infrage kommen, und Sie probieren sie aus. Erst danach fällt eine Entscheidung.

  • Gespräch über Ihre Beschwerden, Ihren Arbeitsplatz und Ihre Körpermaße
  • Vorauswahl der Modelle, die für Ihre Situation infrage kommen
  • Probesitzen – mit Zeit, nicht mit Stoppuhr
  • Einstellung auf Ihren Körper, Punkt für Punkt
  • Nachjustieren, wenn sich Ihre Situation verändert

Warum das Einstellen zum Bürostuhl gehört

Ein orthopädischer Bürostuhl entfaltet seine Wirkung nur, wenn Sitzhöhe, Sitztiefe, Lehne und Armlehnen optimal zu Ihrem Körper passen. Je nach Modell sind Sitzhöhe, Sitztiefe, Rückenlehne und Armlehnen einzeln verstellbar – wir gehen jeden dieser Punkte mit Ihnen durch, statt Ihnen ein Datenblatt in die Hand zu geben.

Zwei Hinweise geben wir dabei immer mit: Stellen Sie zuerst Sitzhöhe und Sitztiefe ein, bevor Sie an die Lehne gehen, denn stimmt die Grundstellung nicht, lässt sich das über die Lehne nicht ausgleichen. Und verändern Sie nur eine Einstellung auf einmal, sonst wissen Sie am Ende nicht, welche davon geholfen hat. Wenn nach einem halben Jahr eine Operation hinter Ihnen liegt oder der Schreibtisch ein anderer ist, kommen wir noch einmal darauf zurück. Unsere Berater sind namentlich für Sie erreichbar, in Düsseldorf, Herford und Koblenz – Sie sprechen bei jedem Anruf mit derselben Person, die Sie schon kennt.

Entdecken Sie unsere Produktvielfalt

Wir setzen auf Qualität und Erfahrung. Werfen Sie einen Blick auf unsere vielfältige Auswahl hilfreicher Produkte, die Ihnen mehr Sicherheit, Komfort und Selbstständigkeit in ihrem Alltag ermöglichen.

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